„Menschen-Rechte ist doch klar – die sind nicht verhandelbar!“ und „Keine Barrieren – Teilhabe jetzt!“ mit diesen Forderungen zogen am Samstag, 25.04.2026 knapp 300 Personen durch die Detmolder Innen-Stadt. Die Demo unter dem Motto „Menschen-Rechte sind nicht verhandelbar – Inklusion geht uns alle an!“ wurde von der Lebenshilfe Detmold und dem Verein Beratung und Selbst-Hilfe Lippe e.V. organisiert. 

Mit lauten Rufen, schrillen Pfeifen und vielen Schildern zog die Demo vom Hasselter Platz durch die Detmolder Innenstadt hin zum Kaiser-Wilhelm-Platz.
Immer wieder hielten die Demonstrierenden an und riefen ihre Forderungen laut aus. Menschn in Cafés und Besucher*innen der Stadt blieben stehen, lasen sich die Schilder durch und applaudierten den Demonstrierenden zu. Genau diese Aufmerksamkeit und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit war das Ziel der Demo. Denn Menschen-Rechte sind kein Luxus oder Extra, den sich Menschen mit Behinderung wünschen. Sind sind ein Recht, für das sie täglich kämpfen müssen. Die Demo war ein voller Erfolg!
Nach einer Stunde kamen die Demonstrierenden am Kaiser-Wilhelm-Platz an. Dort fand ab 11 Uhr das Inklusions-Fest des Kreises Lippe und der Stadt Detmold statt. Viele Vereine und Akteure aus dem Kreis Lippe hatten Stände und Aktionen vorbereitet. Es gab (sportliche) Mitmach-Aktionen und auf einer Bühne fand ein Tanz-Auftritt und ein Konzert statt.

Auch der Verein Beratung und Selbst-Hilfe Lippe e.V. mit seinen beiden Beratungs-Angeboten EUTB® und Beratung für Menschen mit Behinderung hatte einen Stand auf dem Inklusions-Fest. Neben Info-Materialien und Broschüren, wurden die Besucher*innen des Inklusions-Festes aufgefordert, sich über gute oder schlechte Beispiele für Inklusion und Barriere-Freiheit im Kreis Lippe Gedanken zu machen. Auf einer Stellwand konnten Karten ausgefüllt und aufgehangen werden.
Beispiele für gute Barriere-Freiheit und Inklusion waren:
- „Internetseiten werden zunehmend barrierefrei(er)“
- „Es gibt barrierefreie Wanderungen [in und um Lippe]“
- „In unserer Schule gibt es einen Aufzug.“
- „Gruppen beim FUD sind toll.“
Beispiele für keine gute Barriere-Freiheit und Inklusion waren:
- „Zu wenig Behinderten-WC’s“
- „Zu wenig Leichte Sprache in Zeitung und Medien“
- „Praxen, die nicht barrierefrei sind“
- „Blindenleitsysteme durch Baustellen gestört“
- „Kürzungen der Schulzeiten an Förderschulen!“
Viele große und kleine Besucher*innen beteiligten sich an der Aktion.
Für den Verein Beratung und Selbst-Hilfe Lippe e.V. und seine Beratungs-Stellen war der Tag mit der Demo und dem Inklusions-Fest ein Erfolg.